sax bass drums

beyond insane im rost+gold

drei musiker, wie sie äusserlich kaum unterschiedlicher auftreten könnten, sind über denn alltäglichen wahnsinn hinausgegangen und haben gestern in passendem rahmen im rost und gold jazz-standards in andere dimensionen geführt.

draussen, kalt und duster, nach einem novembergrauen nebeltag. drinnen, offene ohren und, ich denke, auch herzen. geniessen im licht des ladenschaufensters. in dieser nacht wurden in den beiden sets bilder zu tönen, begegnungen verfliessend geeint, vermutungen aufgelöst und vergangenes verändert. genauso wie draussen und drinnen zum abend des tages gehörten, wurden nicht nur die musiker, sondern auch die zuhörerInnen zu komplizen einer glücklichen momentaufnahme. im jetzt, im da. das dekor hat die atmosphäre umso spannender gemacht. wo sonst versteckt sich neben den musikern eine maria an ein vintagestuhlbein gelehnt vor einer grossen halb-antilope, oder, wo sonst beleuchtet ein schwarzer spitzenschattiger lampenschirm ein keckes klebverbandsbestücktes schaufensterpuppenbein? eben genau da trugen die lichter, alles unikate, irgendwann vielleicht wieder zu neuem bestimmt, dazu bei mit tönen, gewesenes mit zu seiendem zu verknüpfen und durch auflösen neues zu erschaffen. standards improvisiert stimmig weitergetragen.

vielleicht hinkende aber in mir gefundene un-sinnbilder zu einem licht-getönten abend.

die nacht wurde hell. vergangenes verändert. es stimmt.

 

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Author: a bit of everything and beyond

music lover with no aspiration to be a critique, but who gave in to a need to vent a bit online and who decided to do that on one of my hobbies, after a particularly intense concert